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Wer und was ist Queerpass Sankt Pauli ?



Dirk, Christian und Moe

Es entstand im Spätsommer 2001 nach dem Aufstieg in die 1. Liga und noch vor dem zeitweiligen Fall in die fußballerische Bedeutungslosigkeit: der erste im Fan Register des FC Sankt Pauli eingetragene schwullesbische Fan-Club.
Es war Christian und mir immer ein Dorn im Auge, dass es zwar einige schwule und lesbische Fans bei Pauli gab, diese aber verstreut unter den Fans standen. Seit 2002 ist nun QUEERPASS der Treffpunkt für schwullesbische Fußball-Fans. Die Regionalliga- Zeit ist längst Geschichte für uns, obwohl uns diese Zeit sehr zusammenschweißte und auch den meisten eine der heiß begehrten Dauerkarten bescherte :-). Nun freuen wir uns alle, dass uns die 2. Liga nach einer eher unerfreulichen Etappe (naja zumindest Stadtmeister 2011!!!) Glamour-Liga wieder hat und richtig guten Fußball am Millerntor sehen. Tolle Stimmung bei den Spielen und die Tatsache, dass vielen Jahren das Gros der Mannschaft zusammenspielt, lassen uns für sie einstehen! Auch wenn es mal nicht so laufen sollte.
Über info@queerpassSanktPauli.de könnt Ihr uns kontakten!

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QPSP und das Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus §6 (2) a


Wer ist das „Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus § 6(2) a“?

Sicher ist euch das neue Banner an der Haupttribüne bereits aufgefallen. Es wird von nun an ständiger Begleiter unserer Mannschaft und Euch bei den Heimspielen am Millerntor werden!

Was umtreibt das „Aktionsbündnis“?

Wer Diskriminierung Schwuler und Lesben und Sexismus bekämpfen will, muss vor allem wissen, dass es im Fußball neben dem lange schon bekämpften Rassismus viele andere Formen der Diskriminierung wie z.B. Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, Antisemitismus oder Islamophobie und eben auch Homophobie und Sexismus gibt. Diskriminierung betrifft immer Menschen, die Teil der Fußballwelt sind: Fans, SpielerInnen, TrainerInnen, BetreuerInnen, SchiedsrichterInnen usw. Und das stinkt uns!

Unser FC Sankt Pauli hat nicht nur einen antirassistischen, sondern auch antidiskriminierenden Satzungsparagraphen in seiner Stadionordnung aufgenommen (§ 6 (2) a). Es wurde dort festgeschrieben, dass keine/r aufgrund ihrer/seiner sexuellen Orientierung oder Hautfarbe bzw. ihres/seines Geschlechts oder Glaubens diskriminiert werden darf.

 Es genügt aber nicht, diesen Paragraphen lediglich einzuführen. Wir müssen ihn mit Leben füllen: Zivilcourage beweisen und unser Vokabular nach diskriminierenden Worten abklopfen. Was machst du, wenn du in der Kurve einen Gesprächsfetzen wie „das Shirt sieht echt schwul aus“ aufschnappst? Ziehst du es vor wegzuhören, weil du keine Lust auf blöde Diskussionen hast oder nicht als nervig rüberkommen willst? Kennst den den Menschen vielleicht und weißt, der hat ja nichts gegen Schwule und Lesben, also muss du auch nichts sagen? „Schwul als Schimpfwort, schon okay“, wie es bei Egotronic heißt? Nein, es ist nicht eben nicht okay! Weder die Verwendung dieses Begriffes in einem solchen Kontext noch dein Schweigen sind in Ordnung. Es ist wirklich nicht nötig, tief in die Argumentationskisten der Gender- Diskussionen zu greifen, um jemandem bewusst zu machen: was du gerade gesagt hast, ist diskriminierend. Wichtig ist, dass du dich einmischst, auch wenn's unbequem ist. Und wenn du es dir alleine nicht zutraust, dann hol dir Unterstützung im Block.

Das „Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus“ setzt sich seit Jahren in der Fanszene unseres FC Sankt Pauli und bei unseren Gästen dafür ein, dass eine kontinuierliche Aufklärung und aktive Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Podiumsdiskussion, Flugzettel am Stadion, Stellungnahmen) stattfindet. Dazu gehören ebenso gemeinsame Aktionen und Kooperationen mit migrantischen Vereinen, schwullesbischen Organisationen, Frauenfußballklubs, Frauenfanklubs usw. So wie diesmal mit dem Fanorganisation „Sankt.Pauli Mafia“, der das Banner der Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“, einer Faninitiative von Tennis Borussia Berlin auf der Südtribüne präsentiert. Das Millerntor ist hierbei die vierte Station des Wanderbanners, der in den nächsten Wochen und Monaten in den Stadien in ganz Deutschland und sogar der Schweiz und Luxemburg zu sehen sein wird, um dort ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. Diese Aktionen sollen zum Abbau von Vorurteilen beitragen. Tragt auch Ihr dazu bei, dass Schwulenhass und Sexismus am Millerntor keinen Platz hat! Mehr Infos unter aktion.queerpass-stpauli.de oder
www.facebook.com/fightdiscrimination